Content-Strategie erstellen: 5 Schritte mit Tipps
Eine Content-Strategie definiert, wie ein Unternehmen seine digitalen Inhalte professionell plant, erstellt und verwaltet.
Sie umfasst alle online verfügbaren Informationen – von Webtexten und Navigation bis hin zu Bildern, Videos und Podcasts.
Im Rahmen des Content-Marketings werden diese Inhalte gezielt für relevante Zielgruppen aufbereitet.
Wie macht man eine erfolgreiche Content-Marketing-Strategie?
Mit dieser Frage befassen wir uns in diesem Text.
Folgende 5 Schritte geben dir einen optimalen Rahmen, um sofort damit zu beginnen, eine Content-Marketing-Strategie zu planen.
1. Das Was und das Warum: Definiere deine Mission und das “Warum” deines Unternehmens. Diese geben deinem Content eine klare Ausrichtung und Zweck.
2. Zielgruppe und Buyer Persona: Konzentriere dich auf die spezifischen Bedürfnisse deiner Zielgruppe und entwickle detaillierte Buyer Personas, um gezielte Inhalte zu erstellen.
3. Content Plan: Erstelle einen strukturierten Content Plan, um kontinuierliche und relevante Inhalte zu veröffentlichen.
4. Content Mix: Wähle die richtigen Formate und Plattformen, die zu deiner Zielgruppe passen, und fokussiere dich auf wenige, aber wirkungsvolle Kanäle.
5. Content verbreiten: Verteile deinen Content gezielt über verschiedene Kanäle wie Newsletter und Social Media, um maximale Reichweite zu erzielen.
Jeder der 5 Schritte ist ausgeschmückt mit anregenden Beispielen und an dich gerichtete Fragen, die dir dabei helfen, deinen Denkprozess in Gang zu bringen.
Nicht, dass genau du Hilfe brauchen würdest, aber man weiss ja nie, wer diesen Artikel hier zu Gesicht bekommt.
Ein kleiner Vorgeschmack von dem was dich hier erwartet:
- Warum "für jeden etwas" der sichere Weg in die Bedeutungslosigkeit ist.
- Lerne von den Grossen: Wie Apple und Airbnb mit cleveren Strategien die Herzen (und Brieftaschen) ihrer Zielgruppen erobern.
- Erwachsene Kinder auf der Suche nach Nostalgie in Form von Bauklötzen.
- Wie ein einziger Tweet Oreo mehr Aufmerksamkeit bescherte als millionenschwere Superbowl-Werbung.
- "Via Negativa": Warum Uber bewusst scheitern will - und wie du dieses antike Prinzip für deine Suche nach Content nutzen kannst.
1. Das Was und Warum
Wieso machst du, was du machst?
Du brauchst einen Grund, eine Mission, die dein Unternehmen verfolgt.
Klar, finanzielle Interessen.
Aber du brauchst ein übergeordnetes Ziel, das man mit deiner Marke verbindet.
Eine Mission.
Ein Warum.
Die Mission beantwortet die Frage, “Was tun wir konkret?”
Das Warum hingegen beantwortet die Frage, „Warum tun wir, was wir tun?“
Die Mission eines Unternehmens definiert, was es tut, welche Ziele es hat und für wen es diese Ziele erreichen möchte.
Das Warum eines Unternehmens erklärt die tiefere Ursache oder den Glauben hinter der Mission.
Apples Content-Strategie als Beispiel: Mission und das Warum
Was verbindest du mit Apple?
Was ist Apples Mission und warum haben sie diese Mission?
Apples Mission: Innovation, Design und Funktionalität. Intuitive Bedienung, die funktioniert und ein Ökosystem, in dem alle Apple Geräte in der Kombination noch bessere Funktionen bieten.
Apples Warum: Das Leben für Benutzer von Apple Produkten vereinfachen. Sowohl im geschäftlichen Alltag als auch privat.
Purpose-Driven Marketing
Die Beantwortungen der Fragen nach Mission und Warum werden mit dem Begriff “Purpose-Driven Marketing” zusammengefasst.
Die Firmenphilosophie wird um diese Antworten herum gebaut.
Das ist Baustein Nummer 1 für deine Content-Marketing-Strategie.
Ohne Sinn ist man nur ein weiteres Unternehmen, das Geld verdienen möchte, weil es Geld verdienen möchte.
Nicht sehr romantisch.
Wieso kaufen wir Nike und nicht Marke XY?
Weil Nike mit Erfolg im Sport verbunden wird.
Mit Stars, die die Marke artig durch die Welt tragen.
Spitzensport heisst Spitzenqualität.
- Was treibt uns an? Wofür brennen wir?
- Welche einzigartigen Werte und Überzeugungen stehen hinter unserer Marke?
- Wer sind wir – und wer wollen wir auf keinen Fall sein?
Viele Unternehmer scheuen sich, eine klare Haltung zu beziehen, aus Angst anzuecken.
Doch genau darum geht es: Sei mutig, sei anders, sei echt!
Diese drei Adjektive kann jeder schreiben und für sich beanspruchen.
Aber die wenigsten können es auch glaubwürdig vermitteln, weil immer ein Das-ist-doch-Werbung-Gschmäckle in der Luft liegt.
Show, don’t tell.
Deine Mission, Vision und Werte sind das Herzstück deiner-Content Marketing-Strategie.
Beantworte folgende Fragen:
- Weisst du, wofür du mit deinem Content stehst? Woran glaubst du? Was ist dein “Warum”? Wenn du mehr als 3 Sekunden für die Antwort brauchst, solltest du nochmal über die Bücher…
- Stell dir vor, du müsstest deine Content Mission einem 9-Jährigen erklären. Wie würdest du es formulieren? Was hat er verstanden?
2. Zielgruppe und Buyer Persona
“Für jeden etwas” übersetzt ins Content-Marketing heisst “Für keinen genug”.
Die Idee, eine möglichst grosse Zielgruppe anzusprechen ist verlockend.
Aber selten erfolgreich.
Wer mit seinem Content alle beglücken will, begeistert am Ende niemanden.
Wir Menschen ticken nun mal unterschiedlich.
Was Lieschen euphorisiert, langweilt Hänschen zu Tode.
Oder so.
Exzellenter Content spricht die spezifischen Bedürfnisse und Herausforderungen einer Zielgruppe direkt an, trifft ihre Sehnsüchte und inspiriert sie auf ihre eigene Weise.
So findest du die besten Kunden und kannst eine gesunde Beziehung zu ihnen aufbauen.
Content-Strategie von Airbnb mit Buyer Personas
Airbnb hat die Übernachtungsbranche gefühlt über Nacht überrollt.
Ein wichtiger Teil der erfolgreichen Content-Strategie von Airbnb ist es mit sehr detaillierten Buyer Personas zu arbeiten.
Buyer Personas?
Eine Buyer Persona ist der erdachte, ideale Kunde.
Man kreiert einen Steckbrief und gibt der erfundenen Person Eigenschaften, auf deren Basis man Inhalte (Content) erstellt.
Quasi ein Freundschaftsbüchlein für Erwachsene, gefüllt mit allen unseren Traumkunden.
Um den richtigen Inhalt an die richtige Zielgruppe zu vermitteln, hat Airbnb äusserst detaillierte Buyer Personas entwickelt und kontinuierlich auf Basis der in der Praxis gewonnenen Erkenntnisse angepasst.
Auf diese Weise verfeinert Airbnb seine Zielgruppenansprache Schritt für Schritt.
Und enteilt so der Konkurrenz, Schritt um Schritt um Schritt um Schritt.
Über die Anzahl Schritte kann ich nur spekulieren.
Jedenfalls genug Schritte, um den Wohnungs- und Hausverleih Markt zu dominieren.
Die Content-Marketing-Strategie ist konsequent auf unterschiedlichen Reise-Persona abgestimmt.
Da gibt es Inhalte für…
- …die “Authentizitätssucher”, die in den Apartments und Erfahrungen von Einheimischen eintauchen wollen.
- …die “Gruppen-Enthusiasten”, die nach Wohnmöglichkeiten für Freunde & Familien suchen.
- …die “Arbeits-Nomaden”, die in ihrer temporären Bleibe primär eine perfekte Wifi-Anbindung finden wollen.
- …und, und, und.
Und für jede dieser Buyer Personas hat Airbnb eine massgeschneiderte Content-Strategie entwickelt.
Mit eigenen Themen, Bilderwelten, Tonalitäten und Plattform-Präferenzen.
Warum?
Je relevanter die Message, desto mehr Kunden.
Weniger Werbekosten, weniger Leerlauf von Werbung an sowieso nicht geeignete Personen, mehr zufriedene Kunden.
Lego für alle! Lego erweitert Content-Strategie mit neuer Zielgruppe
Ursprünglich war die Zielgruppe von Lego klar:
Kinder, deren Eltern eine kreative Beschäftigung für sie suchen.
Also Familien mit Kindern im Alter von 3-16 Jahren.
Nun hat Lego bemerkt, dass Eltern die zusammensteckbaren Bausteine nicht nur für ihre Kinder kaufen.
Lange wurde diese Zielgruppe “Erwachsene” nicht in Erwägung gezogen, weil das selten kommuniziert wurde, aus Scham mit Kinderspielzeug herumzuhantieren.
Welchen inneren Wunsch haben Erwachsene, die “versehentlich” ein Lego Set für Kinder ab 14 Jahren für den 7 Jährigen Sohn kaufen und beim Aufbau so nebenbei ihre Hilfe anbieten, wenn es dem Sohnemann zu kompliziert wird?
Oder Erwachsene, die sich im LEGO Shop beraten lassen, welches Set wohl für das eigene, fiktive Kind geeignet ist?
Nostalgie
Nochmal ein Kind sein und ein Piratenschiff mit Insel zusammenbauen.
Die Zielgruppe der nostalgischen Erwachsenen -AFOLs(Adult Fans of Lego) – entstand.
Und mit der Zielgruppe auch ein immer grösser werdendes Sortiment an anspruchsvollen Lego Sets für Erwachsene.
4-Stufen-Prozess für passende Zielgruppe in deiner Content-Marketing-Strategie:
- Sammle alle Daten, die du bereits hast: Website-Analytik, Social-Media-Insights, Gästebefragungen, Buchungsverhalten. Welche Schwerpunkte kristallisieren sich heraus?
- Suche das Gespräch mit (potentiellen) Kunden, wann immer sich die Gelegenheit ergibt. Am Telefon, auf Messen, in Foren oder wo auch immer. Bringe die Menschen zum Reden. Höre aktiv zu. Und lies zwischen den Zeilen, was sie bewegt.
- Verdichte alle Erkenntnisse zu handfesten Zielgruppen-Profilen: mit Keywords, Eigenschaften, Anekdoten, Fotos und Leitmotiven. Je lebendiger und greifbarer, desto besser. Taufe die Personas, hauche ihnen Leben ein.
- Validiere und verfeinere deine Persona-Entdeckungen fortwährend! Denn ob wir es mögen oder nicht: Menschen verändern sich. Was gestern noch en vogue war, ist heute schon veraltet. So kannst du deinen Content laufend neu justieren.
Ganz schön viel Arbeit, diese Personas, nicht wahr?
Aber wenn du die Mühen scheust, dann wirst du nie etwas Aussergewöhnliches erreichen mit deiner Content-Marketing- Strategie.
Denn ohne echte und tiefe Einblicke in deine Zielgruppen, kannst du auch keinen massgeschneiderten Content erstellen.
Wer möchte seine Zeit in “Naja, ganz okay” Content investieren?
Ich nicht.
Sei kreativ in deiner Fragestellung, z.B
- Aus welcher deiner Persona spricht der grösste Schmerz? Und welche deiner Inhalte lindern diesen Schmerz richtig gut? Sei schonungslos ehrlich zu dir selbst.
- Welche Persona nervt dich am meisten – und warum? Was sagt das über dich aus? Und was denken andere darüber?
3. Content Plan erstellen
“Failing to plan is planning to fail.” – frei nach Benjamin Franklin im 18. Jahrhundert
270 Jahre später gilt das immer noch.
Ohne eine solide Planung verläuft sich auch die beste Content Marketing Strategie im Sande.
Der erste Schritt ist ein Content Brainstorming.
Sammle alle Ideen, die dir in den Sinn kommen.
Sei es ein konkretes Thema, ein Arbeitstitel, ein Aufhänger oder auch nur ein loses Stichwort.
Lass deiner Kreativität freien Lauf.
Dabei können dir folgende Techniken helfen:
- Mindmapping: Notiere dein Kernthema in der Mitte eines Blattes und lass ausgehend davon deine Gedanken in alle Richtungen fließen. Verbinde ähnliche Ideen durch Linien und Pfeile miteinander. So entsteht Stück für Stück eine visuelle Gedankenlandkarte.
- Brainstorming-Matrix: Überlege dir 3-5 übergeordnete Kategorien, die für deine Zielgruppe relevant sind. Trage sie nebeneinander in die oberste Zeile einer Tabelle ein. Darunter sammelst du konkrete Ideen für jedes Themengebiet. Das schafft Ordnung im Ideen-Chaos.
- Recherche: Anstatt mit einer leeren Agenda zu starten, durchsuche Social Media, Foren, Fachportale, Branchennews und Wettbewerber nach spannenden Aufhängern. Oft verstecken sich hinter Schlagzeilen oder Nutzerfragen spannende Inhalte.
- Keywordanalyse: Mit kostenlosen Tools wie Ubersuggest, Answer The Public oder AlsoAsked kannst du sehen, wonach deine Zielgruppe aktuell auf Google sucht. Leite daraus Themen ab, die du mit deiner Expertise bedienen kannst.
Nun hast du einen Pool an Themenideen.
Zeit zu selektieren:
Welche Inhalte bringen deine Zielgruppe und dein Business am meisten weiter?
Teile deine Inhalte für eine bessere Übersicht in folgende Bereiche ein.
- Hero-Content: Das sind hochwertige Inhalte, die zentral für deine Marke sind. Und vor allem Inhalte, die dem Leser helfen und Informationen vermitteln. E-Books, White Paper, How-To-Guides oder Dokumentationen. Sie erfordern viel Aufwand, zahlen sich aber langfristig aus – gerade in Sachen SEO, Leadgenerierung und Thought Leadership.
- Hub-Content: Darunter fallen regelmässige, zielgruppenrelevante Inhalte wie Blogposts, Videos, Podcasts, Interviews oder Fallstudien. Sie sind dynamischer als Hero-Content. Sie bilden das inhaltliche Rückgrat deiner Content-Strategie und halten die Aufmerksamkeit deiner Audience.
- Hygiene-Content: Das sind kleine, schnell konsumierbare Häppchen wie Social Media Posts, GIFs, Memes, Infografiken oder Tipps. Sie sorgen für Interaktion und Traffic, erfordern aber weniger Produktionszeit.
Wähle für jede Kategorie deine Top-Themen aus und trage sie in eine Jahresübersicht ein.
So hast du fürs Schreiben einen Startpunkt und musst nicht mit einem beängstigend leeren, endlos weissem Word Dokument beginnen.
Newsjacking - Manchmal ist kein Plan der bessere Plan
Beim Super Bowl 2013 in New Orleans fiel der Strom über 30 Minuten aus.
Oreo, der Keks-Gigant, reagierte blitzschnell auf Twitter mit einem Bild ihres Kekses und dem Text:
“Power out? No problem. You can still dunk in the dark.” (Stromausfall? Kein Problem. Sie können auch im Dunkeln eintunken.)
“Oreo-dunking” ist eine feste Begrifflichkeit in den USA und meint das Eintauchen der Oreo-Kekse in Milch.
Wird bei uns kaum praktiziert.
Glücklicherweise.
Jedenfalls verknüpfte der Tweet das aktuelle Ereignis (Stromausfall) mit dem Produkt.
Und Millionen von Menschen schauten dabei zu und amüsierten sich köstlich.
Oreo erreichte damit eine enorme Reichweite, weit über ihre Follower hinaus und generierte kostenlos mehr Aufmerksamkeit als die Super Bowl-Werbespots, die pro Sekunde Sendezeit Millionen von Dollars kosteten.
Ein Paradebeispiel für erfolgreiches Newsjacking.
Was genau ist jetzt Newsjacking?
Newsjacking zielt darauf ab, durch schnelle Reaktion auf aktuelle Ereignisse Aufmerksamkeit für die eigene Marke zu erzeugen – genau das, was Oreo hier gelungen ist.
Newsjacking durchzuplanen ist kaum möglich.
Und risikoreich, weil schnelles Handeln zu unüberlegten Handlungen führen kann.
Es kann aber auch ein Game-Changer für ein Unternehmen sein.
Hier sind die wesentlichen Eigenschaften von Newsjacking in Bulletpoints:
- Aktualität: Nutzt aktuelle Ereignisse oder Nachrichten
- Schnelligkeit: Rasche Reaktion auf das Geschehen
- Relevanz: Verknüpfung des Ereignisses mit der eigenen Marke oder Produkt
- Kreativität: Originelle und oft humorvolle Umsetzung
- Viralität: Hohe Teilbarkeit in sozialen Medien
- Kosteneffizienz: Oft geringe Kosten bei hoher Reichweite
- Aufmerksamkeit: Generiert Interesse an der Marke
- Zeitlich begrenzt: Wirkt nur im Momentum des Ereignisses
- Risikobereitschaft: Kann bei falscher Umsetzung nach hinten losgehen
- Plattform-Nutzung: Meist über soziale Medien verbreitet
- Spontanität: Oft ungeplant und situativ
- Kulturelle Relevanz: Spricht aktuelle gesellschaftliche Themen an
Fragen an dich:
- Welche 3-5 Themengebiete sind für deine Zielgruppe besonders relevant?
- Stell dir vor, du hättest ein Content-Budget von 50.000 CHF, um damit Hero-Content zu erstellen – was würdest du damit anstellen?
- Besteht in deiner Branche, rein theoretisch, die Möglichkeit von spontanen, öffentlichen Reaktionen auf aktuelle Ereignisse?
4. Content-Mix
Wir Content-Strategen können uns nun wirklich nicht beklagen.
Die Möglichkeiten, unsere Inhalte zu verbreiten, sind vielfältig wie nie zuvor.
Gleichzeitig ist die Gefahr ungleich grösser, unsere Inhalte in untauglicher Form zu präsentieren.
Wie finden wir die richtige “Verpackung” für unseren Content, und wo platzieren wir ihn?
Content-Verpackung für Content-Strategie
Mit richtiger Content-Verpackung meine ich die Formate und die Plattformen, die wir nutzen, um unseren Content unter die Leute zu bringen.
Die gängigsten Formate:
- Videos
- Newsletter
- Artikel
- Infografiken
- E-Books
- Webinare
- Social Media Posts
- Beiträge
- Quizze
- Umfragen
- Testimonials
Plattformen für Content-Marketing-Strategie
Und wo sehen potentielle Kunden unsere Inhalte?
Auf Plattformen wie Blogs, Facebook und und und…
Jede Plattform hat ihre Eigenheiten und Formate, auf die sie spezialisiert ist.
Plattformen für deine Formate:
- Website
- Blog
- Youtube
- Tik Tok
- u.s.w.
Vielfältige Einschränkungen
Wie bereits angedeutet, ist die Vielzahl an Möglichkeiten Fluch und Segen zugleich.
Denn bei all den Möglichkeiten kann man sich leicht verzetteln.
Gerade am Anfang neigen viele Marketer dazu, auf zu vielen Hochzeiten gleichzeitig tanzen zu wollen.
Doch Quantität ist kein Ersatz für Qualität.
Im Gegenteil.
Es gibt kaum einen schrecklicheren Anblick als den eines Content-Friedhofes.
Verwaiste Blogs, deren letzter Eintrag 2019 entstand, leere Facebook Profile mit 3 Followern und ohne Profilbild…
Einem leeren Restaurant traut man nicht.
Das sagt unser Herdeninstinkt.
Entscheide dich für 2-3 Hauptformate, die optimal zu deiner Zielgruppe passen – und werde darin richtig gut.
Konzentriere dich auf 2-3 Hauptformate und -plattformen, die deiner Zielgruppe am besten entsprechen. Setze diese Formate konsequent und qualitativ hochwertig um, anstatt zu viele Kanäle oberflächlich zu bedienen.
Wo hält sich deine Zielgruppe auf?
Und wo hält sie sich sicher nicht auf?
Es folgt ein kleiner Einschub über das Prinzip der Via Negativa und wie es helfen kann, bessere Entscheidungen zu treffen.
Via Negativa - Wenn Uber sich bei Platon bedient
Das schnelle Wachstum von Uber wurzelt in der Content-Strategie des Unternehmens.
Neue Projekte, die angestossen werden bei Uber MÜSSEN scheitern.
Zumindest 70% davon.
Das ist die Vorgabe an die Marketing-Abteilung.
Wenn weniger als 70% scheitern, läuft bei Uber also -laut Management- etwas falsch.
Scheitern als Prinzip und Ziel.
Warum?
Weil nachhaltiger Erfolg am robustesten ist, wenn man weiss, was Misserfolg ist und wie man ihn umgeht und vermeidet.
Die Chance, dass etwas funktioniert ist um ein Vielfaches kleiner als die Chance, dass etwas nicht funktioniert.
Kennst du das Spiel Schiffe versenken?
Erfolg beim Spiel Schiffeversenken hat nicht der, der auf zufällige Volltreffer hofft und baut, sondern der, der die Nicht-Treffer systematisch so organisiert, dass er weiss, wo die Schiffe des Gegners sicher nicht sein können.
Was irgendwann zwangsläufig zu Treffern auf die gegnerischen Boote führt.
Man tastet ein Gebiet systematisch ab, grenzt es ein, bis die beste Lösung umzingelt ist.
Systematisches Lernen und Verstehen durch geplante Misserfolge.
Ein erstes Mal aufgetaucht ist dieses Prinzip, die via Negative, beim griechischen Philosophen Platon in der Antike.
Weiter ausgearbeitet und in einen modernen Kontext gestellt hat es Nassim Taleb in seinem Buch “Anti-Fragilität”.
Der Titel hört sich jetzt nicht nach Lesespass für die ganze Familie an, das gebe ich zu.
Das Buch ist aber reich an überraschenden und unkonventionellen Einblicken in unsere Denkmuster.
Und viele Gedanken lassen sich dabei sinnvoll ins Marketing übertragen.
Was ich sagen möchte:
Wenn du Inhalte suchst und vorbereitest, grenze deine Optionen ab, in dem du zuerst festlegst, was nicht in Frage kommt.
Und dass Fehler in kreativen Prozessen eine absolute Notwendigkeit sind für beständigen Erfolg, sofern du gewillt bist, sie zu begehen und daraus zu lernen.
Fragen an dich:
- Welche Art von Content konsumierst du persönlich am liebsten und warum?
- Stell dir vor, du müsstest deine Content-Strategie auf ein einziges Format und einen einzigen Kanal reduzieren – wofür würdest du dich entscheiden?
- Welche Formate kannst du sofort ausschliessen? Warum?
5. Content Verbreitung
Deine Inhalte sind startklar.
Wie lassen sie sich konkret verbreiten?
Ein paar Vorschläge:
SEO – Suchmaschinenoptimierung
Suchmaschinen brauchen Texte.
Du erstellst Texte.
Wenn du deine Texte nicht nur für deine Leser, sondern auch noch SEO-freundlich schreibst, ja dann steht der Verbreitung deiner Sache nichts mehr im Wege.
SEO und Content-Marketing gehen Hand in Hand und sind organische, natürliche Brüder im Geiste.
Alles wichtige über Bruder SEO findest du in folgenden Artikeln:
→ SEO möglichst verständlich erklärt: Erfrischend anders & leicht verdaulich
→ Was ist SEO? Alle wichtigen Grundlagen
→ 8 Tipps für SEO speziell für die Schweiz
→ Lokales SEO Schweiz: Der komplette Guide
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Dein E-Mail-Verteiler ist einer deiner besten Freunde im Online Marketing.
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Social Seeding oder wie bitte?
Viele Unternehmen machen den Fehler, ihre Social-Media-Kanäle mit Eigenwerbung zuzumüllen.
Welchen Nutzen hat Selbstbeweihräucherung für den Nutzer ausgedrückt in einer Zahl von 1-100?
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Stattdessen:
Teile spannende Einblicke in deine Branche, stelle kontroverse Fragen, zeige Gesicht mit Behind-the-Scenes-Storys.
Binde dein Publikum emotional ein, anstatt es nur zuzutexten.
Und vergiss nicht, dein organisches Social Seeding mit gezieltem Social Advertising zu befeuern.
Die Möglichkeiten sind schier grenzenlos, die Menge an Anglizismen scheinbar auch
Und weil es so schön ist, haue ich nochmal so ein Ungetüm eines Satzes heraus:
Von Sponsored Posts und Influencer-Kampagnen auf Instagram über personalisierte Snap-Ads bis hin zu Instant Experiences auf Facebook.
Wenn wir das Ganze ins Deutsche übersetzen, sieht das etwa so aus:
Teile spannende Einblicke in deine Branche, stelle kontroverse Fragen, zeige dich authentisch mit Blicken hinter die Kulissen.
Und vergiss nicht, deine organische Verbreitung in sozialen Medien mit gezielter Werbung in sozialen Netzwerken anzukurbeln.
Von gesponserten Beiträgen und Kampagnen mit “Meinungsbildnern” auf Instagram über personalisierte Werbeanzeigen auf Snapchat bis hin zu “interaktiven Erlebnissen” auf Facebook.
Kurz und schmerzlos zusammengefasst: Nutze Social Media, um deine Inhalte zu verbreiten und lass dich nicht von der Flut an angelsächsischen Begrifflichkeiten stören.
SEA – Suchmaschinenwerbung
SEA, also Suchmaschinenwerbung – nicht mit SEO verwechseln – lässt dich bezahlte Anzeigen bei der Google Suche schalten.
SEA ist eine herrvorgande Möglichkeit, einen ersten Kontaktpunkt (Touching Point) für potentielle Kunden zu schaffen und sie mit deinen Inhalten bekannt zu machen.
Ein grosser Vorteil im SEA ist die Möglichkeit, sehr gezielt deine Zielgruppe anzuvisieren, mit der Hilfe von Landing Pages, zu denen die Anzeigen bei den Suchergebnissen führen.
Mehrere aufschlussreiche Artikel dazu findest du hier:
→ Schritt für Schritt erste Google Ads Kampagne fürs SEA erstellen
Content-Syndication
Auf Deutsch etwa Inhalts-Syndizierung, was bei der Frage nach der Bedeutung dieses Wortes wohl kaum weiterhilft.
Content-Syndication sind Netzwerke, auf denen du deine Inhalte platzieren kannst.
Zu nennen wären da Flipboard, Taboola oder Outbrain.
Bei allen 3 sind Schweizer Inhalte willkommen.
Du kannst deine Inhalte kostenlos posten oder aber “Sponsored Posts” absetzen, die mit Kosten verbunden sind.
Abschliessende Fragen an dich:
- Auf welchem Kanal bist du selbst am liebsten unterwegs, um neue Inhalte zu entdecken?
- Welcher Link-Building-Ansatz spricht dich am meisten an und warum?