Local SEO Checkliste
von Raffael Karlovich - 29. September 2024
Hier sind 20 Punkte in einer Checkliste, die dir helfen, die wichtigsten Local SEO Massnahmen strukturiert anzugehen.
Am Ende des Artikels kannst du die Local SEO Checkliste von Sombrix kostenlos downloaden.
Viel Erfolg!
1. Google Unternehmensprofil Eintrag erstellen und optimieren
Dein Google Unternehmensprofil ist das Fundament deiner Local-SEO-Strategie.
Hier gilt: Gründlichkeit.
Nimm dir Zeit, jedes Detail auszufüllen – von korrekten Kontaktdaten über ansprechende Fotos bis hin zu relevanten Kategorien und hilfreichen Zusatzinfos wie Barrierefreiheit oder Parkplatzsituation.
Ein aussagekräftiges, vollständiges Profil signalisiert Google, dass dein Business seriös und vertrauenswürdig ist.
2. NAP: Kontaktdaten konsistent halten
NAP-Konsistenz – also einheitliche Schreibweise deiner Firmendaten – ist ein oft unterschätzter Local-SEO-Faktor.
Überprüfe penibel, ob Name, Adresse und Telefonnummer überall identisch angegeben sind:
Auf deiner Website, in Verzeichnissen, Social Media Profilen und deinem Google Unternehmensprofil.
3. Local Citations: In lokalen Branchenverzeichnissen listen
Jeder Eintrag mit korrekter Nennung deiner Firma, Adresse und Telefonnummer (NAP) ist ein positives Ranking-Signal für Google.
Konzentriere dich zuerst auf die wirklich relevanten und bekannten Verzeichnisse für deine Branche und Region.
Verzeichnisse, die dir sofort bekannt vorkommen und die du auch schon genutzt hast.
4. Lokale Angebote in Google Unternehmensprofil teilen
Die Posts-Funktion von Google Unternehmensprofil ist nicht nur zur Dekoration gedacht.
Hier kannst du Angebote, Neuigkeiten oder Events veröffentlichen, die für Kunden an deinem Standort interessant sind.
Diese Posts erscheinen prominent in deinem Profil und auf Google Maps.
Wichtig ist, sie regelmässig zu aktualisieren.
So zeigst du, dass dein Business quicklebendig ist.
5. Lokal relevante Keywords recherchieren
Binde Ortsnamen, Stadtteile oder “near me”-Phrasen in deine Keyword-Recherche ein.
Denn genau so suchen Menschen nach Angeboten in ihrer Nähe.
Scheue dich nicht, auch sehr spezifische lokale Keywords zu nutzen.
Die Konkurrenz ist geringer, und wer das Keyword eingibt, ist mit hoher Wahrscheinlichkeit ein potenzieller Kunde.
6. Lokale Suchbegriffe in Website-Inhalte einbauen
Deine Seitenüberschriften, Texte, Alt-Tags, Meta-Beschreibungen – überall können lokale Suchbegriffe eingewoben werden.
Aber mit Fingerspitzengefühl.
Dein Content soll nicht Keyword-gestopft wirken, sondern muss in erster Linie hilfreich und informativ für den Leser sein.
Google mag Keyword-Gestopfe nicht.
Auch als Keyword Stuffing bekannt. Keyword-Gestopfe hört sich zwar lustig an, der Begriff existiert aber leider nicht.
Ein guter Mix aus Geo-Begriffen und anderen wichtigen Keywords ist die Basis.
7. Lokale "Über Uns" Seite erstellen
Widme deinem Standort bzw. deinen Standorten eine eigene Unterseite, auf der du sie genau beschreibst.
Wo genau ist er, was macht ihn aus, seit wann gibt es ihn, warum bist du gerade dort?
Streue natürliche Geo-Informationen wie Strassennamen oder Sehenswürdigkeiten ein.
Aber übertreibe nicht – es soll kein SEO-Text, sondern eine authentische Beschreibung sein.
8. Auf "Near Me" Suchanfragen vorbereiten
Immer mehr User hängen “near me” an ihre lokalen Suchanfragen an, z. B. “italienisches Restaurant near me”.
Eine eigene “Near Me” Seite kann dich in den Ergebnissen nach vorne bringen, wenn du dort erklärst, warum gerade dein Business die beste Wahl für diese Nutzer ist.
Überzeugende Argumente wie Nähe, Produktauswahl oder spezielle Services sind gefragt.
9. Lokale Landingpages optimieren
Für jeden deiner Standorte sollte es eine separate Landingpage geben, klar strukturiert und mit allen relevanten Infos:
Adresse, Öffnungszeiten, Anfahrtsskizze, lokalem Team, besonderen Leistungen etc.
Hier ist auch Platz für Kundenbewertungen, die sich speziell auf diese Location beziehen.
Je relevanter und zielgerichteter deine lokalen Landingpages sind, desto wertvoller sind sie fürs Local SEO.
10. Fotos und Videos mit lokalem Bezug nutzen
Nichts sagt mehr “lokal” als Bilder deines Teams, deiner Produkte oder deiner Ladenfläche im realen Umfeld.
Binde Fotos ein, auf denen auch Sehenswürdigkeiten oder Wahrzeichen deines Ortes zu sehen sind.
So schaffst du eine visuelle Verknüpfung zu deinem Standort.
Videos mit lokalem Bezug punkten umso mehr.
Und bitte keine verpixelten, schlecht aufgelösten Bilder …
11. Strukturierte Daten für lokale Inhalte verwenden
Mit dem Markup-Vokabular von schema.org kannst du deinen lokalen Content für Suchmaschinen besser verständlich machen.
Kennzeichne z. B. deine Öffnungszeiten, Kontaktdaten oder Events.
Diese strukturierten Daten helfen Google dabei, dir die richtigen Suchanfragen zuzuordnen.
Zudem werden deine Suchergebnisse mit Zusatzinfos angereichert.
12. Kunden um Reviews bitten
Reviews sind Vertrauenssiegel und Entscheidungshilfen für potenzielle Kunden.
Fast noch wichtiger: Google liebt sie.
Du gewinnst sogar an Relevanz, wenn in den Reviews Wörter vorkommen, für die du gefunden werden möchtest.
Hol dir also aktiv Feedback von zufriedenen Kunden – egal ob auf Google, Social Media oder branchenspezifischen Portalen.
Reagiere auf jede Bewertung, ob positiv oder negativ.
Zeig, dass dir die Meinung deiner Kunden am Herzen liegt.
13. Kunden zu "Check-ins'" motivieren
Ermuntere deine Besucher, sich über Facebook oder Foursquare bei dir einzuchecken.
Dafür brauchst du kein ausgefeiltes Belohnungsprogramm.
Oft reicht schon ein gut sichtbarer Hinweis oder eine nette Bitte.
Check-ins sind mini-virale Empfehlungen, die in den Augen von Google deinen Standort aufwerten.
Und wer möchte seinen Freunden nicht zeigen, wo er einkauft oder genüsslich speist?
14. Click-to-Call-Funktion integrieren
Es gibt kaum etwas Schöneres, als wenn man mit dem Smartphone eine Telefonnummer sucht, diese findet und dann nur darauf tippen muss, um das Telefonat zu starten.
Gerade auf mobilen Endgeräten schätzen es Nutzer, direkt zur Aktion schreiten zu können.
Eine gut sichtbare Click-to-Call-Schaltfläche ermöglicht es, dich mit nur einem Fingertipp anzurufen.
Für spontane Kontaktaufnahmen oder direkte Nachfragen ideal – ganz ohne lästiges Nummerntippen.
Ein Service, den auch Google honoriert.
Und es kommt noch besser:
Wenn du die Schaltfläche als messbaren Call-to-Action eingerichtet hast, erhältst einen aussagekräftigen Wert für Google Analytics, um deine lokale Präsenz weiter zu optimieren.
15. Lokale Backlinks aufbauen
Empfehlungen in Form von Backlinks von Platzhirschen in deiner Region können einiges bewirken.
Ein bisschen Klinkenputzen bei der Lokalredaktion, dem Stadtportal, der Uni-Website, Blogs von Szene-Grössen oder Partnern aus deinem Ökosystem.
Wieso eigentlich nicht?
Denn jeder dieser Backlinks ist quasi ein Ritterschlag im Hinblick auf deine Reputation – und Google mag dich dann noch lieber.
16. Mit der lokalen Community vernetzen
Lokale Links sind schwer zu bekommen.
Umso schlagkräftiger ihr Effekt.
Biete einen Mehrwert, z. B. durch Sponsoring, fachlichen Input oder die Ausrichtung gemeinsamer Events.
Auch so entstehen natürliche Erwähnungen und Links.
17. Gemeinsam mit lokalen Influencern arbeiten
Die örtliche Bloggerin mit der großen Instagram-Gefolgschaft oder der Stadtteil-Guru, dessen Empfehlungen jeder blind vertraut – lokale Influencer haben in ihrer Community einen enormen Einfluss, auch in der Schweiz.
Wenn auch in einem kleineren Rahmen.
Aber Local SEO ist klassisches SEO in kleinem Rahmen.
Überlege, mit wem eine Zusammenarbeit passen könnte. Sei dabei kreativ und denke über klassische Werbekooperationen hinaus:
Kann der Influencer exklusiv dein neues Produkt testen?
Darf er hinter die Kulissen von deinem Business blicken?
Jede authentische Erwähnung ist ein Plus für dein lokales SEO.
18.Pressemitteilungen mit lokalem Bezug einsetzen
Eröffnest du einen neuen Standort, hast du einen besonderen Auftrag an Land gezogen oder engagierst du dich karitativ vor Ort?
Mach eine Pressemitteilung daraus und streue sie über lokale Online-Portale.
Achte darauf, dass diese thematisch passen und selbst ein gutes Ranking haben.
Links aus einem Presseportal können einen erheblichen Einfluss auf dein lokales Ranking haben.
19. Lokale Domain nutzen
Für Unternehmen, die ausschliesslich lokal tätig sind, kann eine lokale Domain wie “www.meine-firma-stadtname.ch” Sinn machen.
Sie signalisiert Nutzern und Suchmaschinen sofort, worum es geht:
Um einen lokalen Dienstleister.
Mit einer generischen Domain wie “www.meine-firma.ch” lässt sich der regionale Fokus schwerer vermitteln.
Allerdings ist bei lokalen Domains noch mehr auf Qualität und Relevanz des Contents zu achten, um im Standort-Ranking ganz nach oben zu kommen.
20. Analyse der Lokal-Konkurrenz
Konkurrenz kann sehr inspirierend sein – im positiven Sinne.
Schau dir an, welche Einträge deine lokalen Mitbewerber in Branchenverzeichnissen und auf Bewertungsportalen haben.
Stöbere durch ihre Google Unternehmensprofile:
Welche Infos und Bilder posten sie?
Mit welchen Aktionen ziehen sie Interaktion? Wie reagieren sie auf Reviews?
Lass dich von den Top-Performern inspirieren und adaptiere – aber bitte immer mit eigenem Spin und Touch.
Hier kannst du die Local SEO Checkliste in PDF-Form herunterladen:
→ Local SEO Checkliste Download
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