Was ist On-Page-SEO ? Mit Tipps & 17 Punkte Checkliste
von Raffael Karlovich - 30. September 2024
On-Page SEO umfasst alle Optimierungsmassnahmen, die direkt auf einer Webseite selbst durchgeführt werden, um deren Sichtbarkeit und Ranking in Suchmaschinen zu verbessern.
Beim On-Page-SEO geht es darum, eine Website so zu gestalten und zu strukturieren, dass sie für Suchmaschinen wie Google gut lesbar und verständlich ist.
Gleichzeitig sollte auch die Navigation und die Benutzererfahrung der Website-Besucher so einfach und intuitiv wie möglich gestaltet werden.
On-Page-SEO erklärt
On-Page ist ein Teilbereich vom SEO, also der Suchmaschinenoptimierung.
Zu den wichtigsten Stellschrauben fürs On-Page-SEO gehören:
- Keywords an den richtigen Stellen (Titel, Überschriften, Text, Meta-Beschreibungen)
- Knackige, hilfreiche Textqualität plus saubere Struktur
- Interne Vernetzung durch clevere Verlinkung
- Multimedia-Elememente wie Bilder, Videos, Grafiken
- Nutzerfreundlichkeit und Übersichtlichkeit des Seitenaufbaus
Betrachte On-Page-SEO als kontinuierlichen Prozess.
Die Algorithmen der Suchmaschinen ändern sich ständig, und auch das Nutzerverhalten entwickelt sich weiter.
Konzentriere dich darauf, wertvolle und einzigartige Inhalte zu erstellen, die deiner Zielgruppe echten Mehrwert bieten.
Suchmaschinen belohnen Websites, die als vertrauenswürdige Informationsquellen gelten.
On-Page-SEO heisst: Du machst deine Website so attraktiv, informativ und leicht navigierbar wie möglich, um Google davon zu überzeugen, dass du die besten Antworten auf die brennenden Fragen deiner Zielgruppe lieferst.
On-Page-SEO vs. Off-Page-SEO
Während es beim On-Page-SEO um Optimierungen direkt auf deiner Website geht, spielt sich Off-Page-SEO hauptsächlich ausserhalb ab, im World Wide Web.
Der Kern vom Off-Page-SEO sind Links von anderen Websites, die auf deine Seiten verweisen – sowas wie Empfehlungsschreiben.
Sie werden Backlinks genannt und sind der Kern vom Off-Page-SEO.
Je mehr dieser “Referenzen” du von vertrauenswürdigen Seiten bekommst, desto besser für dein Ranking.
Aber auch Social Signals wie Shares, Likes und Mentions in den sozialen Netzwerken haben einen gewissen Off-Page-Effekt.
Google sieht das dann so:
“Über den wird ja überall geredet – das hat bestimmt seine Gründe. Belohnen wir ihn mit einem besseren Ranking.”
Während On-Page-SEO auf deiner Website stattfindet, findet Off-Page-SEO rund um deine Website statt.
On-Page-SEO vs. Technisches SEO
Dritter im Bunde der Teilbereiche der Suchmaschinenoptimierung ist das technische SEO.
Hier werden die technischen Aspekte hinter den Kulissen deiner Website verbessert.
Wichtige Faktoren für erfolgreiches technisches SEO sind:
- Ladezeiten und Performance
- Mobile Optimierung und Responsive Design
- Crawlbarkeit und Indexierung
- URL-Struktur, Weiterleitungen und Fehlercodes
- Strukturierte Daten und Meta-Tags
- Canonical Tags und Duplicate Content
- Sitemap und Robots.txt
On-Page-SEO vs. Local SEO
Dann hätten wir da noch den inoffiziellen Kandidaten Nummer 4:
Das Local SEO.
Manche sagen, SEO hat 3 Teilbereiche, andere unterteilen SEO in 4 Teilbereiche.
Wie auch immer…
Viel wichtiger ist die Tatsache, dass Local SEO für stark lokal geprägte Unternehmen immer wertvoller wird.
Lokale Suchanfragen bei Google und den anderen Suchmaschinen per Smartphone werden mehr und mehr genutzt.
“Kino in Zürich” oder “Kebap in Bern”, sind typische Beispiele solcher Suchanfragen.
On-Page-SEO Checkliste
Theorie ist schön und gut – praktische Tipps sind schöner und besser.
Über die Jahre habe ich immer wieder Listen für mich erstellt, damit ich effizienter arbeiten kann.
Ich habe nun die wichtigsten 17 Punkte fürs On-Page-SEO zusammengestellt.
Ich hoffe die Liste erweist dir ähnlich gute Dienste wie mir.
01. Finde die wichtigsten Keywords
Wonach sucht deine Zielgruppe?
Dein On-Page-SEO steht und fällt mit den richtigen Keywords.
Also finde raus, mit welchen Suchbegriffen deine potenziellen Besucher bei Google und anderen Suchmaschinen unterwegs sind.
Tools wie der Google Keyword-Planer, Answer The Public oder SEM Rush helfen dir bei der Suche nach den passenden Keywords.
Schau deinen Mitbewerbern auf die Finger. Konzentriere dich auf maximal 3 Hauptkeywords plus Varianten pro Unterseite - alles andere verwässert deinen Fokus.
02. Platziere dein wichtigstes Hauptkeyword in der URL
URLs sollten Nutzern und Suchmaschinen sofort zeigen, was sie auf der Seite erwartet.
Also pack dein Hauptkeyword mit rein, halte die URL kurz und vermeide Sonderzeichen oder Füllwörter.
So hat auch Google leichtes Spiel beim Verstehen und Ranken.
03. Title-Tag
Dein wichtigstes On-Page-Element ist der Title-Tag.
Das ist die Überschrift deiner Seite in den Suchergebnissen – und damit Hauptkriterium, um gefunden und angeklickt zu werden.
Also bring hier unbedingt dein(e) Hauptkeyword(s) unter, am besten weit vorne.
Das Tool SEO Meta in 1 click für Google Chrome kannst du kostenlose herunterladen. Es zeigt dir auf jeder Webpage Informationen wie der Title-Tag, Bilder und vieles mehr.
04. Keywords in Überschriften (H1, H2, H3, H4, H5, H6)
Verwende die HTML-Tags H1 bis H6, um deinen Text mit sinnvollen Überschriften hierarchisch zu gliedern und für Leser wie Suchmaschinen besser begreifbar zu machen.
05. Platziere Hauptkeyword(s) möglichst früh im Text
Bringe dein Hauptkeyword sowie andere relevante Begriffe möglichst weit oben im Text unter, um deren Bedeutung zu betonen.
“Above the Fold” nennt man den Teil einer Website, den man beim Landen auf einer Website sieht, ohne zu scrollen.
Der erste Eindruck zählt.
06. Schreibe überzeugende und strukturierte Inhalte
Ohne Texte, kein SEO.
Und ohne durchdachte Texte, keine hohen Platzierungen bei den Suchresultaten.
Gliedere deinen Text mit Absätzen, Listen und Zwischenüberschriften so, dass auch eilige Leser sofort die Kernaussagen erfassen.
Gut fürs Verständnis.
Gut fürs Ranking.
07. Aktualität und Verständlichkeit
Aktualisiere Inhalte regelmässig.
Niemand will die Zeitung vom letzten Jahr lesen, weder Besucher deiner Seite noch Google.
Erkläre Fachbegriffe einfach und anschaulich.
08. Noch lesefreundlichere Texte
Betone zentrale Aussagen, Argumente und Keywords durch Fettung, Kursivstellung oder Farbe.
So können eilige Leser die Kernaussagen schneller erfassen.
Auch Listen, Tabellen und Infoboxen machen den Text lesefreundlicher.
Infoboxen lockern für den Leser den Text auf und machen ihn optisch angenehmer zu lesen.
09. Multimedialer Content
Google und User möchte nicht nur Text sehen.
Bilder, Videos, Grafiken, Animationen oder Audio-Files bringen noch mehr Leben und Mehrwert in deine Seiten, wenn es sinnvoll erscheint.
Achte aber darauf, dass solcher Content nicht überhand nimmt und nicht zu speicherintensiv ist.
Mehr über die Gestaltung von Content, Design und SEO findest du hier:
10. Optimiere die Bilder für Suchmaschinen und Performance
Optimiere die Bilder für Suchmaschinen und Performance, indem du die Dateigrössen verkleinerst und das passende Format wählst.
Üblich sind JPG, PNG, WebP oder SVG, wo bei WebP das modernste und beste Format ist.
Um das Format und die Grösse eines Bildes zu ändern, kannst du es mit dem Simple Image Resizer anpassen.
Um Bilder fürs SEO besser anzupassen, ist vor allem der Alt-Text relevant.
Das ist der Text, der erscheint wenn ein Bild nicht geladen werden kann.
Suchmaschinen nutzen diese Bildbeschreibung fürs Ranking.
Wenn das Bild nur als Dekoration dient, fülle den Alt-Text nicht aus.
Falls das Bild relevant ist, beschreibe das Bild möglichst treffend im Alt-Text.
11. Interne Links
Verlinke deine Seiten und Beiträge untereinander.
Interne Links helfen Nutzern und Suchmaschinen, relevante Inhalte zu finden.
Verweise von thematisch verwandten Seiten aufeinander, im Text und in separaten Link-Kästen.
Achte auf natürlich klingende Formulierungen und aussagekräftige Ankertexte.
Möglichst kein “mehr erfahren” oder “hier klicken”.
12. Breadcrumbs und Kategorien
Breadcrumbs zeigen dem User jederzeit, wo er sich gerade befindet.
Gleiches gilt für sinnvoll strukturierte Kategorien oder Inhaltsverzeichnisse – alles, was die Navigation erleichtert, ist ein Plus fürs SEO.
Auch Suchmaschinen wie Google verstehen so den Aufbau der Seite besser.
Breadcrumbs sind vor allem für umfangreiche Websites mit vielen Inhalten wichtig.
13. Externe Links und nofollow
Verlinke auf andere Seiten, wenn sie dir geholfen haben.
Aber nur, wenn es wirklich sinnvoll ist und zum Thema passt.
Achte darauf, dass die Links dezent bleiben.
Für Seiten, die unseriös oder themenfremd sind, verwende das “nofollow”-Attribut.
So weiss Google, dass du dich davon distanzierst.
Sicher ist sicher.
14. Meta-Descriptions
Die Meta-Description ist zwar (offiziell) kein direkter Ranking-Faktor, kann aber die Klickrate in den Suchergebnissen enorm beeinflussen.
Tüftle also für jede deiner Seiten eine individuelle Beschreibung mit maximal 160 Zeichen aus und integriere dein Hauptkeyword darin.
Die Meta-Description soll dem Leser einen Vorgeschmack auf den Text geben.
15. Interaktionen
Stelle interessante Fragen, fordere zum Teilen oder Liken auf, inspiriere zu Erfahrungsberichten.
Und das Wichtigste:
Geh auf Feedback ein, zeitnah und auf Augenhöhe.
So gewinnst du nicht nur Pluspunkte bei Google, sondern auch loyale Follower.
16. Schema.org
Markiere deine Inhalte für Google mit Schemas.
Besonders wichtiger Content wie Produkte, Events, FAQs oder Job-Ausschreibungen.
Durch solche strukturierten Daten können deine Suchergebnisse mit Zusatzinfos, Bildern oder Bewertungssternen angereichert werden.
Ob deine Schema-Angaben korrekt sind, kannst du im Rich Results Test von Google prüfen.
17. Testen und optimieren
Mit Google Search Console und Google Analytics (GA4) stehen dir zwei mächtige, kostenlose Tools zur Verfügung, mit denen du alles Mögliche testen und auswerten kannst.
Implementiere beide Tools so schnell wie möglich und verfolge die Aktivität auf deiner Website.